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Und jetzt? Wie weiter?

Gepostet von am Jan 31, 2018 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Und jetzt? Wie weiter?

«Vakuum» ist ein Film, der einem noch lange nachgeht, der beschäftigt und Fragen aufwirft. «Wie ist das bei mir?» «Könnte dies auch in meinem Leben so laufen?», fragt man sich unweigerlich. Eindrücklich und äusserst präsent spielen Barbara Auer und Robert Hunger-Bühler ein Ehepaar, das seit 35 Jahren verheiratet ist, aber sich immer noch recht viel zu sagen hat, immer noch zusammen lachen kann und auch noch gemeinsamen Sex geniesst. Bei einer Blutspende erfährt Meredith jedoch überraschend, dass sie HIV-positiv ist. Und findet heraus, dass ihr Mann André sie angesteckt hat, weil er heimlich in Sexclubs verkehrt. Ihre Welt bricht zusammen, nichts ist mehr wie es zuvor war. Wie umgehen mit dieser Krankheit, deren sie sich schämt, obwohl eigentlich unschuldig betroffen? Wie umgehen mit ihrem Mann, der ihr dies angetan hat? Sie wirft ihn aus dem Haus. Aber beide trauern...

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Eine Reise in die Vergangenheit. Und das Finden des Glücks.

Gepostet von am Jan 30, 2018 in News | Kommentare deaktiviert für Eine Reise in die Vergangenheit. Und das Finden des Glücks.

Er sucht dauernd irgendwo irgendetwas, ihr Vater. Camille möchte ihm helfen, opfert sich für ihren an Alzheimer erkrankten Vater buchstäblich auf, so weit, bis sie deswegen sogar ihren Job verliert. Nun hat sie Zeit, sich in seine Reisetagebücher zu vertiefen, die er als Kriegsberichterstatter in Bosnien verfasst hat. Und sie merkt, dass sie aus seinem früheren Leben eigentlich wenig weiss, da sie und ihr Bruder ihn in der Kindheit nur als den grossen Abwesenden erlebt hatten. Camille fasst einen einsamen Plan: Sie will sich mit ihrem Vater auf eine Reise in die Vergangenheit aufmachen, in der Hoffnung, dass er dort das Gesuchte findet. Es ist eine irrwitzige Reise mit einem unberechenbaren Vater und einem Tramper, den er unterwegs zum Mitfahren einlädt. Dieser Tramper, der mit seinem Cello ohne Ziel unterwegs ist, öffnet Camille schliesslich die Augen: Sie muss lernen,...

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Eine mutige Frau erobert die Welt

Gepostet von am Jan 30, 2018 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Eine mutige Frau erobert die Welt

Es ist aus heutiger Sicht beinahe unerklärlich, was die 1903 geborene Ella Maillart geleistet hat. Oft allein, manchmal mit Reisekumpanen auf Zeit durchreiste sie die damals noch weitestgehend unerforschten Länder wie China, Afghanistan und Kirgisien. Die durchtrainierte Sportlerin, begabte Fotografin und gute Beobachterin brachte von ihren Expeditionen tausende von Fotos und das Material für eine ganze Reihe von Büchern mit heim. Diese Bücher wie «Verbotene Reise» und «Bitterer Weg» werden heute noch aufgelegt und gelesen. Und Einblick in ihr Leben bietet auch das kleine Museum in Chandolin im Walliser Val d’Anniviers, im Chalet, wo Ella Maillart sich jeweils vorbereitete und wo sie bis zu ihrem Tod gelebt hat. Einen begeisternden Einblick in dieses bewegte Leben bietet der Film «Les voyages extraordinaires d’Ella Maillart». Der 1951 ebenfalls im Wallis geborene Regisseur Raphaël Blanc folgte mit seiner Filmcrew ihren Spuren durch...

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Das Paradies und seine Schattenseite

Gepostet von am Jan 29, 2018 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Das Paradies und seine Schattenseite

Es war ein grosser Tag für Batbayar Chogsom: Sein Erstling «Out of Paradise» wurde erstmals auf der grossen Leinwand gezeigt, eine Weltpremiere in Solothurn. Ein Film, der eine andere, eine fremde, eine exotische Welt zeigt: Jene der in Jurten wohnenden Nomaden in der Mongolei. Exotisch für uns Schweizer, nicht aber für Batbayar. Er wurde 1974 in Ulaanbaatar, der mongolischen Hauptstadt geboren, absolvierte seine Studien jedoch an der Uni Zürich. Und schaffte es innerhalb von acht Jahren – massgeblich unterstützt vom Produzenten Hesse Film GmbH und mit einer kleinen, feinen Crew – seinen Filmtraum umzusetzen. Das Premierenpublikum applaudierte begeistert, der Weg in eine breitere Öffentlichkeit ist offen. Das Leben in der mongolischen Steppe ist hart und karg. Dorj und seine hochschwangere Frau Suren wohnen bescheiden in einer Jurte, weiden ihre Schafe und Ziegen. Sie freuen sich nach zwei Fehlgeburten auf...

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Vier Lebensgeschichten

Gepostet von am Jan 29, 2018 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Vier Lebensgeschichten

1964 sang sich die blutjunge Gigliola Cinquetti mit ihrem Chanson «Non ho l’età» an die Spitze des Festivals von San Remo und holte auch gleich noch den Sieg im Eurovision Contest. Es wurde einer der populärsten Songs der damaligen Zeit, einer Zeit, als extrem viele Migranten ihre Heimat Italien verlassen mussten, um in der Schweiz Arbeit zu finden. Gigliola Cinquetti rührte an die Gefühle dieser hierzulande nicht eben mit offenen Armen willkommen geheissenen Fremdarbeiter: Sie fasste deren Sehnsucht, Heimweh und Not in Töne. Die Sängerin erhielt über Jahre hinweg insgesamt 140’000 Briefe – viele Schreibende schilderten ihre Situation in der Fremde und baten sie sogar auch hin und wieder um Hilfe. Der in Lugano geborene Regisseur Olmo Cerri wühlte sich durch diese unvorstellbare Flut von Briefen, wählte vier davon aus, spürte die Schreibenden auf und konfrontierte sie jetzt, fünfzig...

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