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Kolumne «Prix de Soleure»

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, News, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Kolumne «Prix de Soleure»

Wir sehen Lob als Anerkennung für eine Leistung. Vielleicht für eine Arbeit, die wir mit viel Leidenschaft, Ausdauer, Kreativität, Hartnäckigkeit, Idealismus und Können bewältig haben. So wie die Filmemacherinnen und Filmemacher, die ihr Schaffen an den Solothurner Filmtagen gezeigt haben. Sie haben Komplimente verdient; auch in Form von Auszeichnungen. Zwei Wettbewerbe geben dem Programm einen kompetitiven Rahmen: Das Publikum wählt den Preisträger des «Prix du Public» und eine Jury vergibt den «Prix de Soleure» für einen herausragenden, gesellschaftsrelevanten Film. Manchmal reicht ein lieb gemeintes Kompliment, manchmal ein grosser Applaus und manchmal braucht es eine Auszeichnung mit internationaler Strahlkraft. Hauptsache angemessen und ehrlich.  ...

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Wilde Wüste, wildes Kind

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Wilde Wüste, wildes Kind

Es ist unglaublich, dieses Kind. «Rühr mich nicht an», schreit die etwa zehnjährige Frida, wenn ihr ein Fremder die Hand auf den Arm oder den Kopf legen will, «fuck you», teilt sie aus, wenn ihr etwas nicht passt. Schon ihr erster Auftritt im Film «My Little One» ist beeindruckend: Alex und Bernardo, zwei Männer, die einst eng befreundet waren, stehen am Strassenrand in der Wüste von Arizona und wissen nicht, ob ihre damalige Freundin und Geliebte Jade, die sie aus unerfindlichem Grund in diese Einöde bestellt hat, sie auch wirklich abholen wird. Da braust ein bulliger Truck an, am Steuer die kleine, wilde Frida, die «hopp, steigt ein» ruft und in haarsträubendem Tempo zu einem einsamen Mobilhome kurvt. Ihre Mama Jade schläft, sie kriecht zu ihr ins Bett, die beiden Besucher können selber schauen, wo sie bleiben. So haben...

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Architektur der Unendlichkeit

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Architektur der Unendlichkeit

Regisseur Christoph Schaub zeigte am vergangenen Sonntag an den Solothurner Filmtagen gleich zwei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Komödie «Amur senza fin» in der Reithalle, anschliessend im Landhaus den komplexen Dokumentarfilm «Architektur der Unendlichkeit». Am Ende kam die essenzielle Frage aus dem Publikum: «Wie kann derselbe Mensch, derselbe Regisseur zwei so unterschiedliche Filme machen – eine eher platte Komödie und auf der anderen Seite einen komplexen Dokumentarfilm?» Die Antwort von Filmemacher Christoph Schaub brachte es auf den Punkt: «Das ist wie im Leben, manchmal hat man lustige, unkomplizierte Momente und manchmal eben sehr vielschichtige und komplexe Phasen.» So oder so: Sein Dokumentarwerk berührt. Es gibt Räume, die ein Gefühl von Transzendenz auslösen. Schaub will dieses Gefühl erforschen und führt durch die Jahrhunderte abendländischer sakraler Bauwerke, zu Architekturkünstlern am Schnittpunkt zwischen Natur und Licht, Proportion und Mass und immer auch...

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Tscharniblues II

Gepostet von am Jan 28, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Tscharniblues II

40 Jahre nachdem sein Onkel Bruno, sein Vater Bernhard und ihre Freunde im Berner Tscharnergut den Spielfilm «Dr Tscharniblues» drehten, versammelt Aron Nick die Gruppe erneut im Hochhausquartier und will wissen, wie das Leben der heute 60-Jährigen verlaufen ist und ob es gut zu ihnen war. Er geht der Frage nach, was aus ihnen und ihren Idealen geworden ist. Was sie erreicht haben, und was verloren? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verweben sich zu einer sehr persönlichen Reise, die persönliche Abgründe, Hoffnungen und die Suche nach Identität aufzeigt. In «Tscharniblues II» entdeckt der Filmemacher Aron Nick Freundschaft, die alles aushält, sogar das Recht, erfolglos zu sein. Ein ehrlicher Film, ein Rückblick, ein Ausblick, aber vor allem eben eine grosse Hymne auf die Freundschaft. Für mich ein Highlight an den 54. Solothurner Filmtage....

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«Amur senza fin»

Gepostet von am Jan 28, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für «Amur senza fin»

«Amur senza fin» von Christoph Schaub bietet eine witzige Geschichte in einer hübschen Kulisse: Ein Dorf in den Bündner Bergen, Untreue, Sehnsüchte, etwas Solidarität unter Frauen, viel Hilflosigkeit unter Männern und zu wenig Sex – jedenfalls in den Ehebetten. Genauer: Monas Ehe mit Gieri ist nach 20 Jahren eingeschlafen. Inspiriert durch unorthodoxe Vorschläge des neuen Pfarrers versucht sie, ihre Ehe wiederzubeleben – dabei gerät nicht nur Gieri, sondern das ganze Dorf in Aufruhr. Der Film, der die rätoromanische Sprache einem breiten Publikum näherbringt, macht Spass. Und obwohl die Geschichte in den Bergen spielt, wirkt «Amur senza fin» in keiner Weise folkloristisch, altbacken oder museal. Hier treffen Bündner Traditionen wie die Hochwildjagd und moderne gesellschaftlichen Entwicklungen geschickt aufeinander. Einer jener TV-Komödien, die in Erinnerung bleiben. Di 29.1. 09:30 | Palace...

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Fernsehfilmpreise 2019

Gepostet von am Jan 28, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Fernsehfilmpreise 2019

Gestern Abend nahmen Anna Pieri, Thibaut Evrard und Beat Marti in der Solothurner Reithalle die Schweizer Fernsehfilmpreise 2019 entgegen. Annina Euling wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, konnte den Preis jedoch nicht persönlich entgegennehmen. Die Schweizer Fernsehfilmpreise ehren Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre Interpretationen von Haupt- und Nebenrollen in Fernsehfilmproduktionen und werden im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen. Den Preis für die beste weibliche Hauptrolle nahm Anna Pieri für die RTS-Serie «Double vie» von Bruno Deville entgegen. Anna Pieri spiele als Nina Canonico eine postmoderne Frau, die ihre Unabhängigkeit verteidige, aber trotzdem bereit sei, sich einzulassen aufs Leben, wie es daherkomme. Durch die Unmittelbarkeit ihres Spiels, gepaart mit Natürlichkeit, mache Anna Pieri aus Nina Canonico eine Figur mit grossem Identifikationspotenzial. Eine Frau, die mit Energie und Stärke agiere, aber trotzdem nicht alles «mit links» schaffe. Anna Pieris Interpretation...

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