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Die Gewinner der Solothurner Filmtage

Gepostet von am Jan 31, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Die Gewinner der Solothurner Filmtage

Die 54. Solothurner Filmtage gingen heute mit der Verleihung des «Prix de Soleure» und des «PRIX DU PUBLIC» zu Ende. Ausgezeichnet wurden die Dokumentarfilme «Immer und ewig» von Fanny Bräuning und «Gateways to New York» von Martin Witz. In den vergangenen acht Tagen wurden gemäss einer Hochrechnung von Donnerstagmorgen 64’000 Eintritte gezählt. Die Auslastung entspricht damit dem Vorjahr. Fanny Bräuning nahm den elften «Prix de Soleure» für «Immer und ewig» entgegen. Die Regisseurin begleitete für ihren zweiten langen Dokumentarfilm ihre Eltern auf eine Reise kreuz und quer durch Südeuropa. Am Steuer des Campers sitzt ihr Vater Niggi, leidenschaftlicher Fotograf und Tüftler, neben ihm ihre Mutter Annette, seine gelähmte Frau. Die Jurymitglieder Esen Isik, Noémie Schmidt und Nicola Forster zeigten sich beeindruckt «von einem sehr intensiven, persönlichen Film. Das Paar nimmt uns auf eine grosse Reise mit. Und urplötzlich merken...

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Blutsbande

Gepostet von am Jan 30, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Blutsbande

Was ist es nur, das die zehnjährige, schmächtige Vittoria derart magisch zu dieser ausgeflippten, unangepassten, mannstollen und ewig betrunkenen Frau namens Angelica zieht? Schliesslich hat Vittoria Eltern, die sie äusserst liebevoll umsorgen, und mit Tina eine Mutter, die sich aufopfert für sie und zu der das Mädchen ein fast symbiotisches Verhältnis lebt. Ist es die Unbeschwertheit und auch die plötzlich hervorbrechende zutiefst verletzende Bosheit von Angelica? Oder ihr ebenso wirres rotblondes Haar, wie es auch Vittoria hat und das sie zur Aussenseiterin unter ihren Schulkameraden macht?  Was auch immer: Vittoria schleicht sich mehr und mehr auf den abgelegenen Bauernhof von Angelica, verbringt ganze Tage mit ihr, lässt sich auf gefährliche Experimente ein. Und eines Tages stellt das Kind die entscheidende Frage: «Bist du meine Mutter?» Um dann zu hören, dass dies zwar die Wahrheit sei, aber Angelica ihr Kind...

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Reise zur Selbstbestimmung

Gepostet von am Jan 30, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Reise zur Selbstbestimmung

«Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse». Ein solcher Titel weckt die Neugier – nicht nur beim Regisseur Michael Steiner, der das Buch mit demselben Titel von Thomas Meyer denn auch sofort verfilmen wollte. Sondern auch beim Publikum, das die bereits im vergangenen Oktober in den Schweizer Kinos angelaufene Komödie in hellen Scharen anschauen geht. Dieser Motti Wolkenbruch – einfühlsam gespielt von Joel Basman – kann einem leid tun. Er hat eine schrecklich dominante Mutter, welche ihn in ewiggestrige jüdisch-orthodoxe Traditionen pressen will. Ihr grosses Ziel ist, für Motti eine passende Frau zu finden, selbstredend eine jüdische Frau. Doch keine dieser jungen Damen, welche ihm die Mutter unermüdlich zuführt, gefällt ihm. Umso mehr verdreht ihm jedoch die unbeschwerte Mitstudentin Laura den Kopf. Leider ist sie eine «Schickse», also eine Nichtjüdin, was die Familie Wolkenbruch in eine grössere Lebenskrise...

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Ly-Ling und Herr Urgesi

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Ly-Ling und Herr Urgesi

Die Konflikte überraschen nicht: Andere Generationen, andere Werte, andere Ansätze. Trotz diesen dominanten Unterschieden wollen die Modedesignerin Ly-Ling Vilaysane (36) und der Feinmassschneider Cosimo Urgesi (73) etwas Gemeinsames erschaffen. Diese Idee der Zusammenarbeit hatte sich spontan ergeben. Cosimo Urgesi arbeitet seit über 40 Jahren nach allen Regeln der Schneiderkunst und suchte eine neue Location in St. Gallen. Ly-Ling Vilaysane kreiert raffinierte Designs und wollte vom enormen Wissen des Schneiders profitieren. So kam es, dass Cosimo Urgesi bei Ly-Ling Vilaysane, die in Paris Modedesign studierte und für ihre Kreationen diverse Preise gewonnen hat, in ihr Atelier in St. Gallen eingezogen ist. Er soll ihr einiges beibringen – aber auch ihre Entwürfe umsetzen. Dass sich Ly-Ling nicht um die unumstösslichen Gesetze der Schneiderzunft schert, die besagen, dass bei einem Anzug ein Kragen höchstens so und soviel Zentimeter hoch sein darf, stösst Cosimo Urgesi...

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Kolumbien. Von ganz nah besehen.

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, News, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Kolumbien. Von ganz nah besehen.

«Erwache Christ, die Verfolgung kommt….» , dieses Lied hat ihm die Mutter jeden Tag vorgesungen, erinnert sich Felipe Monroy beim Anflug auf Bogotà. Hier wurde er geboren, hier verlebte er eine bittere Kindheit, hierher kehrt er nach zehn Jahren Emigration zurück. Mit einer Idee, genauer: dem anspruchsvollen Projekt, die Erinnerungen an seine Kindheit in einem Film aufzuarbeiten. Es dürfte ihn einiges an Überzeugungskraft gekostet haben, bis seine Mutter vor der Kamera so freimütig  über ihr Leben und ihre politischen Ansichten erzählt. Noch schwieriger waren sicher die Interviews mit seinem Vater, der die Familie sehr früh verlassen hatte und seither als Obdachloser auf der Strasse lebt. Das ganze Elend dieser Familie, die allgegenwärtige Gewalt in diesem Land, das seit fünfzig Jahren im Kriegszustand ist, die bigotte Frömmigkeit, die dem arg gebeutelten Volk wenigstens für später den Himmel verspricht… all das...

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Kolumne «Prix de Soleure»

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, News, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Kolumne «Prix de Soleure»

Wir sehen Lob als Anerkennung für eine Leistung. Vielleicht für eine Arbeit, die wir mit viel Leidenschaft, Ausdauer, Kreativität, Hartnäckigkeit, Idealismus und Können bewältig haben. So wie die Filmemacherinnen und Filmemacher, die ihr Schaffen an den Solothurner Filmtagen gezeigt haben. Sie haben Komplimente verdient; auch in Form von Auszeichnungen. Zwei Wettbewerbe geben dem Programm einen kompetitiven Rahmen: Das Publikum wählt den Preisträger des «Prix du Public» und eine Jury vergibt den «Prix de Soleure» für einen herausragenden, gesellschaftsrelevanten Film. Manchmal reicht ein lieb gemeintes Kompliment, manchmal ein grosser Applaus und manchmal braucht es eine Auszeichnung mit internationaler Strahlkraft. Hauptsache angemessen und ehrlich.  ...

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