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Die 53. Solothurner Filmtage

Die 53. Solothurner Filmtage

Die 53. Solothurner Filmtage gingen heute mit der Verleihung des «Prix de Soleure» und des «PRIX DU PUBLIC» zu Ende. Ausgezeichnet wurden «Des moutons et des hommes» von Karim Sayad und «Der Klang der Stimme» von Bernard Weber. In den vergangenen acht Tagen wurden gemäss einer Hochrechnung von Donnerstagmorgen 63’000 Eintritte gezählt. 

Den zehnten «Prix de Soleure» nahm der Regisseur Karim Sayad für «Des moutons et des hommes» entgegen. Der Schweiz-Algerier taucht in seinem Debütfilm in die Cité Bab-El-Oued von Algier ein, wo Wettkämpfe zwischen Schafböcken das gesellschaftliche Gefüge prägen. Xavier Koller, Pascale Kramer und Flavia Kleiner sehen im Dokumentarfilm von Karim Sayad ein eigentliches Gesamtkunstwerk: «Regie, Kameraführung, Licht, Framing, Schnitt, Rhythmus, die Bewegungen der Darsteller und der Schafe agieren in perfekter Harmonie. Der Film ist ein Erlebnis der Freude, der Erfüllung und dies in einer umfassenden, absolut überzeugenden Form».

Die mit CHF 60’000.- dotierte Auszeichnung wird getragen vom Fonds «Prix de Soleure» sowie dem Kanton und der Stadt Solothurn. Die Preissumme geht je zur Hälfte an Regie und Produktion (Close Up Films).

Bernard Weber erhielt für «Der Klang der Stimme» den mit CHF 20’000.- dotierten Publikumspreis. Der «PRIX DU PUBLIC» wurde von der Festival-Hauptsponsorin Swiss Life in Zusammenarbeit mit den Solothurner Filmtagen zum zwölften Mal verliehen. Die Preissumme geht je zur Hälfte an Regie und Produktion (Artisan Films). Bernard Weber hatte den Publikumspreis der Solothurner Filmtage bereits 2012 für «Die Wiesenberger» gemeinsam mit Martin Schilt gewonnen.

«Der Klang der Stimme» startet im Verleih von Xenix am 8. Februar 2018 in den Kinos der deutschsprachigen Schweiz.

Seraina Rohrer, Direktorin, blickt zufrieden auf die 53. Solothurner Filmtage zurück: «Es war eine intensive Woche voller spannenden Begegnungen und Überraschungen. Dabei verwischten sich teilweise die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Nach der Vorführung von ‚Mario’ wurde Marcel Gisler von einem Mann angesprochen mit dem Ausruf: ‚Ich heisse Mario, bin schwul und habe bei YB Fussball gespielt!’ Ich freue mich zu sehen, wie neugierig und engagiert unser Publikum dem Schweizer Filmschaffen begegnet.»

Felix Gutzwiller beschliesst die erste Ausgabe der Solothurner Filmtage unter seiner Präsidentschaft mit einer positiven Bilanz: «Die zahlreichen Gespräche und Eindrücke bestärken mich darin, die Solothurner Filmtage in Zukunft noch stärker als Brücke zwischen den Sprachregionen und Heimat der filmpolitischen Debatten zu positionieren».

Zu den Höhepunkten der Werkschau gehörte die Eröffnung mit dem Film «A l’école des Philosophes» in Anwesenheit von Bundespräsident Alain Berset. Die zahlreichen Filmpremieren und Gäste, die «Rencontre» mit Christoph Schaub, die Nacht der Nominationen für den Schweizer Filmpreis 2018 und angeregte Podiumsdiskussionen zu Themen der Schweizer Filmkultur setzten weitere Akzente. Grossen Anklang fand das historische Spezialprogramm «Bolex: Eine Schweizer Kamera von Weltformat». Mit dem «Prix d’honneur» zeichneten die 53. Solothurner Filmtage die Szenenbildnerin Susanne Jauch aus.

Gemäss einer ersten Hochrechnung wurden an den 53. Solothurner Filmtagen rund 63’000 Eintritte verzeichnet (Vorjahr: 65’000 Eintritte).

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