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Ferien im Hotel-Garten

Ferien im Hotel-Garten

Text von Christine Künzler

Zwei Monate lang wälzte er die Idee im Kopf und dann hat er sie umgesetzt. Hotelier Jörg Deubner, Besitzer eines Tessiner Hotels mit einem wunderschönen Garten, hat im Schweizer „Gartenjahr 2016 “ die Kooperation Garten Hotels ins Leben gerufen. Auch aus eigener Betroffenheit, denn er wollte für seine Ferien ein Hotel mit Garten buchen, weil er mit seiner Frau gerne im Garten frühstückt. Fündig wurde er nicht – dafür tätig. Im Januar dieses Jahres hat er seine Idee an die Öffentlichkeit getragen. Heute, fünf Monate später, haben sich bereits elf Garten Hotels zusammengeschlossen. „Ich bin selber überrascht von diesem Erfolg“, sagt Jörg Deubner.

Die elf Hotels (siehe Box) haben alle einen wunderschönen Park oder Garten und setzen auf besondere Gastfreundschaft und Qualität. Im Moment sind es Hotels aus der Schweiz, das kann sich jedoch auch mal ändern, sagt Deubner.

Alle Hoteliers trumpfen mit einer gepflegten Gastronomie und servieren ihren Gästen das Frühstück inmitten von Blumen, Büschen und Bäumen. Gibt es einen schöneren Tagesbeginn als ein Frühstück im Garten?

Im Garten lässt sich tanken, entspannen, sich zurückziehen und zu sich selber finden. Diese Themen werden denn in den Hotels auch stark gelebt. Die romantischen Gärten laden zum Spazieren, Lesen, Meditieren oder einfach nur zum Sein. Für Gäste, die sich für Pflanzen interessieren, gibt es Möglichkeiten, ihr Wissen zu vertiefen – allein oder mit dem „Gärtner“ des Hauses.

Der Garten ist der Mittelpunkt aller Häuser. Wenn vom Wetter her möglich, finden Kurse und Anlässe im Freien statt. In den meisten Hotels können die Gäste ein Dinner zu zweit im Garten buchen: In der Pergola oder unter einem Baum lässt sich die Zweisamkeit ungestört geniessen.

Gartenthemen sind in diesen Hotels omnipräsent. Wer über einen Kräutergarten oder Obstbäume verfügt, wie etwa das Schloss Wartegg, wird die frisch geernteten Früchte und Kräuter in der Küche verwenden. Blumen, versteht sich von selbst, spielen in allen Häusern eine wichtige Rolle.

In allen elf Garten Hotels kann der Gast Entspannungskurse buchen, wie etwa Yoga. Geplant sind auch gartenbezogene Workshops: Rosen schneiden, Rasen anlegen und anderes.

Wer gleich mehrere Garten Hotels besuchen möchte, kann sich eine Garten-Hotels-Tour zusammenstellen lassen und von Haus zu Haus fahren. Das lohnt sich, denn alle Hotels sind unterschiedlich. Da ist etwa das kleine Hotel Villa Novecento, eine Locarner Stadtoase. Dort kocht die Gastgeberin selber und lädt ab und zu zur Tavolata. In Deubners sehr romantischen „Villa Carona“ in Carona nächtigt und dinniert der Gast mitten in Antiquitäten. Im Bio-Schloss Wartegg am Bodensee verwöhnt der Gastgeber seine Gäste mit kulturellen Anlässen und einem wunderschönen Park. Jedes einzelne der elf Hotels ist ein ganz spezieller Ort zum Wohlfühlen und Geniessen.

Im Gartenjahr 2016 wird am Samstag, 11. und Sonntag 12. Juni 2016 schweizweit der Tag des offenen Gartens gefeiert. Die Garten Hotels Schweiz öffnen an diesen beiden Tagen die Gärten für die breite Öffentlichkeit.

Das sind die Garten Hotels Schweiz: Chesa Salis, Bever-St. Moritz; Romantik Hotel Villa Carona-Lugano, Carona; Berghotel Schatzalp, Davos; Romantik Hotel Bären, Dürrenroth; Kartause Ittingen, Warth; Hotel Waldrand, Lenk; Hotel Villa Novecento, Locarno-Muralto; Schloss Münchenwiler, Münchenwiler; Hotel La Presse, Lago di Poschiavo; Schloss Wartegg, Rorschacherberg; Hotel Promenade, Schaffhausen. ck

Zur Person Der gebürtige Dresdner Jörg Deubner ist seit Beginn der 90er Jahre in der Schweiz tätig. Er hat sich in verschiedenen Hotels von „unten nach oben gearbeitet“, erzählt er. Seine Frau Cornelia kommt ursprünglich aus der Bankbranche und ist mit ihrem Mann Gastgeberin und Eigentümerin des 3-Sterne-Hotels. Deubners besitzen ihre „Villa Carona“ (Mitglied bei Swiss Historic, Romantik Hotels und Garten Hotels Schweiz) seit 11 Jahren. Nach dem Kauf haben sie das ganze Haus behutsam und mit Herzblut renoviert. Alle Umbauten erfolgten im Einklang mit der historischen Bausubstanz und der Geschichte des Patrizierhauses. ck

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