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Red Dot Award: Product Design 2018

Red Dot Award: Product Design 2018

Unternehmen und Gestalter aus 59 Nationen reichten in diesem Jahr mehr als 6.300 Innovationen, so viele wie noch nie, zum Red Dot Award: Product Design ein. Nach inspirierenden und intensiven Diskussionen unter den 39 Juroren vergaben diese erst dann eine Auszeichnung, wenn sie sich über die gute Designqualität des Produktes einig waren. So erhielten insgesamt 69 Einreichungen, also lediglich 1,1 %, die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs, den Red Dot: Best of the Best. Der Red Dot, der für gute Designqualität steht, wurde 1.684 Mal vergeben, während 45 Objekte mit der Honourable Mention, die einen besonders gelungenen Aspekt gestalterischer Arbeit würdigt, prämiert wurden. Die Entwürfe haben eines gemeinsam: Sie repräsentieren den aktuellen Stand des Produktdesigns und geben Einblicke in dessen Zukunft.

Ausgezeichnete Designqualität in zweierlei Hinsicht
Von Möbeln über Haushaltsgeräte bis hin zu Mode und Unterhaltungs-elektronik – die Qualität der Produkte ist in diesem Jahr im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet. Das findet auch Red Dot-Juror und Designstratege Michael Thomson: „Das Erste, was mir auffällt, ist die große Vielfalt in den Kategorien und die steigende Qualität der Produkte. Es wird immer komplexer, erfolgreich zu sein, denn Produkte sind zunehmend an unsere Emotionen und Ambitionen geknüpft.“

Auch Gisbert Brunner, leidenschaftlicher Uhrenexperte, betont den Qualitätsanstieg: „Dieses Jahr war das Angebot der eingereichten Uhren um Meilen besser als in den Jahren zuvor. Wir hatten als Jury eine sehr viel größere Auswahl an interessanten Zeitmessern und es war eine Freude, dass wirklich gute Gestaltungen, nicht nur optischer, sondern auch haptischer Anmutung, dabei waren.“ So erhielt in diesem Jahr beispielsweise die Uhr „TAG Heuer Connected Modular 45 Luxury Kit“ von TAG Heuer einen Red Dot: Best of the Best. Sie überzeugte die Juroren insbesondere durch ihre Modularität: Teile der Uhr, wie das Gehäuse, die Hörner, das Armband und die Faltschließe, sind auswechselbar. Darüber hinaus kann das Smartwatch-Modul gegen ein automatisches Manufaktur-Chronographen-Modul ausgetauscht werden.

Thomas Lockwood, Juror und Vordenker im Bereich Innovation, sieht die steigende Qualität als Zeichen dafür, dass Unternehmen gutes Design zunehmend als Erfolgsfaktor, um am Markt bestehen zu bleiben, definieren. „Design und Innovation sind die Lebensader unserer Unternehmen”, stellt er fest.

Intuitive Bedienbarkeit als Schlüssel für smartes Design
„Jedes Produkt muss einen hohen Grad an Funktionalität mit hoher ästhetischer Designqualität vereinen. Beides ist wichtig“, so Martin Darbyshire, Gründer des Beratungsunternehmens tangerine, über das Zusammenspiel zweier Komponenten, die bei der Bewertung eine entscheidende Rolle spielen. Im Hinblick auf die Funktionalität fällt eines besonders auf: Während die Bedienung von Produkten intuitiver wird, rückt die Technologie in den Hintergrund und wird zunehmend unsichtbarer.

Dieser Trend zeigt sich insbesondere bei den siegreichen Produkten aus dem Bereich Smart Home. So erhielt „Google Home“ den Red Dot: Best of the Best. Der intelligente Lautsprecher, der über integrierte Mikrofone verfügt und als persönlicher, digitaler Assistent fungiert, soll den Alltag erleichtern. Per Sprachsteuerung kann Musik abgespielt, nach dem Wetter gefragt, eine Einkaufsliste erstellt oder das Smart Home-Produkt bedient werden. „Google Home“ hat keine sichtbaren Knöpfe oder Tasten, sondern lässt sich über einen unauffälligen Touch-Screen steuern. Die Verwendung von Stoff lässt die Technologie in den Hintergrund rücken.

 

Einsatz von innovativen und nachhaltigen Materialien
Bei den ausgezeichneten Arbeiten kam die Kombination aus innovativen sowie nachhaltigen Materialien häufig zum Einsatz. Insbesondere deswegen bewegte der „Kaffeeform Werkstoff“ von Kaffeeform, der als Becher eingereicht wurde und aus Kaffeesatz besteht, die Jury zur Vergabe des Red Dot: Best of the Best. Da der weltweite Kaffeeverbrauch und damit auch die daraus resultierenden Abfälle steigen, ist der erkaltete Kaffeesatz in immer größeren Mengen verfügbar. Dieser verschwendeten Ressource bediente sich der Designer Julian Lechner und schuf eine nachhaltige und umweltfreundliche Materialalternative für Erdöl-basierte Rohstoffe. Charakteristische Eigenschaften des Werkstoffes sind die marmorierten, hölzern anmutenden Oberflächen, der Geruch von Kaffee, das geringe Gewicht, die lange Haltbarkeit sowie die Beständigkeit in der Spülmaschine. „Wir sprechen hier von einem Produkt, das viele von uns viel zu häufig und viel zu kurz in Plastikform in der Hand halten. Mit zukunftsweisenden Produkten, wie dem ökologischen Kaffeebecher, gehen wir einen Schritt in die richtige Richtung“, so Katrin de Louw, Material- und Oberflächenexpertin, über das CO2-neutrale und recyclebare Gefäß.

Ehrung der Preisträger am 9. Juli
Im Rahmen der Preisverleihung werden am 9. Juli sämtliche Preisträger im Essener Opernhaus, dem Aalto-Theater, geehrt. Dort erhalten die Sieger des Red Dot: Best of the Best, unter ihnen Apple, Bulgari, Canyon Bicycles, Ferrari, Lenovo, LG, Philips, Porsche, Sony und Veryday, ihre verdienten Trophäen auf der Bühne vor rund 1.200 internationalen Gästen. Auf der Designers‘ Night wird anschließend inmitten der ausgezeichneten Produkte im Red Dot Design Museum gefeiert, denn die Aftershow-Party ist zugleich Ausstellungseröffnung: Vier Wochen lang zeigt die Sonderausstellung „Design on Stage – Winners Red Dot Award: Product Design 2018“ die prämierten Innovationen im Rahmen der weltgrößten Schau zeitgenössischen Designs.

Am Tag der Red Dot Gala erscheint zudem das Red Dot Design Yearbook 2018/2019, das sämtliche Siegerprodukte des Jahres vorstellt. Darüber hinaus sind sie von diesem Zeitpunkt an in der Online-Ausstellung, der Red Dot App und auf Red Dot 21 zu finden.

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