Pages Navigation Menu

African Mirror

Gepostet von am Jan 28, 2020 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für African Mirror

In seinem «Traumland Afrika» filmte der populäre Berner Reisejournalist René Gardi (1909–2000) «Singsang, allerlei Zauber, Blutopfer» und prägte damit über Jahrzehnte hinweg wesentlich das Afrikabild der Schweizerinnen und Schweizer. Aus Gardis Nachlass kreierte Filmemacher Mischa Hedinger den Dokumentarfilm African Mirror. Hedinger nutzt alte Film-, Ton- und Textdokumente, der grösste Teil davon unveröffentlicht. Dabei verzichtet Hedinger auf jeglichen Kommentar. Er inszeniert vor allem Raum, in dem sich René Gardi selbst und seine Konstruktionen europäischer Überlegenheit demaskieren. Da «African Mirror» auf einen Erzähler verzichtet, bleibt es den Zuschauerinnen und Zuschauer überlassen, wie die Aussagen, die Bilder, die Geschichten und Kommentare von Renè Gardi zu interpretieren sind. Der Film könnte als raffiniert bezeichnet werden. Oder als gefährlich, weil Hedinger nicht nur auf Gardis postkolonialistisches Denken hinweist, sondern auch auf die Widersprüchlichkeiten in seinem Werk. African Mirror ist spannend gemacht. Da der Filmemacher aber Gardis Schaffen...

Mehr

Gleichstellung und Diversität

Gepostet von am Jan 28, 2020 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Gleichstellung und Diversität

Ein Jahr nach der Unterzeichnung der Charta zur Gleichstellung und Diversität von SWAN (Swiss Women’s Audiovisual Network) stellten die Solothurner Filmtage heute die Gleichstellungsstatistik zum Programm 2020 vor. Im Panorama Schweiz stammen 50% der Kurzfilme und 32% der langen Filme von Regisseurinnen. Auch in den Entscheidungsgremien der Solothurner Filmtage ist der Frauenanteil gestiegen. So finden sich im Vereinsvorstand drei Frauen (38%) und in der Geschäftsleitung beträgt der Frauenanteil 43%. Die Direktion der Solothurner Filmtage hat mit Anita Hugi ebenfalls eine Frau inne. Die Zahlen wurden während des Edit-a-thons «Who writes his_tory?» präsentiert, wo zum Abschluss des filmhistorischen Programms «Cinéma copines» Wikipedia-Einträge von Frauen im Schweizer Film verfasst wurden. «Die Zahlen der diesjährigen Selektion sind sehr erfreulich, insbesondere, dass wir im Januar 2020 erstmals Parität bei den kurz- und mittellangen Filmen erreichen konnten», sagte Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage....

Mehr

Bruno Manser – eine starke Stimme

Gepostet von am Jan 28, 2020 in Filmtage, Reisen, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Bruno Manser – eine starke Stimme

Auf der Suche nach Erlebnissen jenseits der modernen Zivilisation reist Bruno Manser 1984 in den Dschungel von Borneo – und findet seine Erfüllung bei der indigenen Bevölkerung der Penan. Es ist eine Begegnung, die ihn für immer verändert. Im Einklang mit der Natur lernt Manser von den Penan weit mehr als nur das tägliche Überleben im Regenwald. Doch die Zukunft der Ureinwohner steht unter einem düsteren Stern, denn die Bagger und Motorsägen der Holzindustrie rücken immer näher. Manser beschliesst, die Penan im Kampf gegen die Holzlobby anzuführen. Nach der wahren Geschichte des Schweizer Umweltaktivisten Bruno Manser erzählt Regisseur Niklaus Hilber vom unermüdlichen Einsatz eines Getriebenen. Eine der grössten Schweizer Produktionen der letzten Jahre, mit dem Soundtrack von Oscarpreisträger Gabriel Yared. Das Biopic erzählt leidenschaftlich und eindrücklich die Geschichte des Basler Umweltschützers Bruno Manser. Mitte der 1980er Jahre bringt eine Gruppe von...

Mehr

Kolumne «Prix de Soleure»

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, News, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Kolumne «Prix de Soleure»

Wir sehen Lob als Anerkennung für eine Leistung. Vielleicht für eine Arbeit, die wir mit viel Leidenschaft, Ausdauer, Kreativität, Hartnäckigkeit, Idealismus und Können bewältig haben. So wie die Filmemacherinnen und Filmemacher, die ihr Schaffen an den Solothurner Filmtagen gezeigt haben. Sie haben Komplimente verdient; auch in Form von Auszeichnungen. Zwei Wettbewerbe geben dem Programm einen kompetitiven Rahmen: Das Publikum wählt den Preisträger des «Prix du Public» und eine Jury vergibt den «Prix de Soleure» für einen herausragenden, gesellschaftsrelevanten Film. Manchmal reicht ein lieb gemeintes Kompliment, manchmal ein grosser Applaus und manchmal braucht es eine Auszeichnung mit internationaler Strahlkraft. Hauptsache angemessen und ehrlich.  ...

Mehr

Architektur der Unendlichkeit

Gepostet von am Jan 29, 2019 in Filmtage, Top Stories | Kommentare deaktiviert für Architektur der Unendlichkeit

Regisseur Christoph Schaub zeigte am vergangenen Sonntag an den Solothurner Filmtagen gleich zwei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Komödie «Amur senza fin» in der Reithalle, anschliessend im Landhaus den komplexen Dokumentarfilm «Architektur der Unendlichkeit». Am Ende kam die essenzielle Frage aus dem Publikum: «Wie kann derselbe Mensch, derselbe Regisseur zwei so unterschiedliche Filme machen – eine eher platte Komödie und auf der anderen Seite einen komplexen Dokumentarfilm?» Die Antwort von Filmemacher Christoph Schaub brachte es auf den Punkt: «Das ist wie im Leben, manchmal hat man lustige, unkomplizierte Momente und manchmal eben sehr vielschichtige und komplexe Phasen.» So oder so: Sein Dokumentarwerk berührt. Es gibt Räume, die ein Gefühl von Transzendenz auslösen. Schaub will dieses Gefühl erforschen und führt durch die Jahrhunderte abendländischer sakraler Bauwerke, zu Architekturkünstlern am Schnittpunkt zwischen Natur und Licht, Proportion und Mass und immer auch...

Mehr