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Reiseapotheke für alle Fälle

Reiseapotheke für alle Fälle

In der neuen Ausgabe von bonaLifestyle finden Sie einen Artikel zum Thema Reiseprophylaxe. Hier finden Sie die ausführlichen Checklisten für Ihre Reiseapotheke. Denn nach den Ferien ist immer auch vor den Ferien. Durchfall, ein entzündeter Insektenstich, ein Sturz: Kleine Übel, die in einem fremden Land zur grossen Herausforderung werden können. Die richtige Vorbereitung, eine gute Reiseapotheke und ein Notvorrat an Medikamenten lassen entspannter reisen.

Christine Künzler

Wer eine Fernreise unternimmt, tut gut daran, sich rechtzeitig zu erkundigen, welche Gesundheitsprävention für die ausgewählte Feriendestination sinnvoll ist. Die Homepage des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten www.eda.admin.ch informiert aktuell über Gesundheitsrisiken in den verschiedenen Ländern. Hilfreiche Tipps gibt auch die Seite des Zentrums für Reisemedizin an der Uni Zürich www.ebpi.uzh.ch. Gut und persönlich beraten ist man in den meisten Apotheken: Die haben Zugriff auf ein spezialisiertes Online-Reise-Programm und informieren Kunden ausführlich über die Risiken und Präventionsmassnahmen für die einzelnen Destinationen. «Wir können unseren Kunden dann auch gleich mitteilen, wie hoch das Risiko ist, sich im Ferienland mit den dort aktuellen Krankheiten anzustecken», sagt Petra Gerdesmeyer, Apothekerin und Leiterin der Bollwerkapotheke in Bern. «Wir besprechen mit unseren Kunden zudem mögliche Impfungen, Alternativen zur Impfung und Präventionsmassnahmen.» Der Kunde erhält einen Ausdruck mit allen auf ihn zugeschnittenen Informationen.

Erste Hilfe – mit einer guten Reiseapotheke

Eine Reiseapotheke leistet unterwegs gute Dienste. Sie kann sowohl mit schul- als auch mit komplementärmedizinischen Medikamenten bestückt werden. Einzige Ausnahmen: Malariaprophylaxe und Antibiotika, die der Arzt verschreibt für den Fall von stärkeren Infektionen in Gegenden mit schlechter medizinischer Betreuung – hier sind auf Reisen schulmedizinische Mittel erforderlich. Auf www.bonalifestyle.ch finden Sie die Vorschläge der Bollwerkapotheke für eine schulmedizinische
und eine komplementärmedizinische Reiseapotheke. Je nach Ferienziel gilt es, die Reiseapotheke mit spezifischen Medikamenten zu ergänzen. Wer beispielsweise Höhenluft schnuppern will, braucht in seinem Gepäck vorsorglich Mittel, welche den Kreislauf in Schwung halten. Für Asien- und Dritte-Welt-Reisende sind Magen-Darm-Medikamente und eventuell ein Produkt zur Wasseraufbereitung notwendig. Wer in einem solchen Land an Durchfall leidet und eine Busfahrt vor sich hat, soll auf den schulmedizinischen Wirkstoff Loperamid zugreifen können, rät Petra Gerdesmeyer. «Zwar ist ein solches Medikament, das den Durchfall stoppt, kontraproduktiv, denn der Körper will sich mit der Darmentleerung von schädlichen Stoffen reinigen. In Notfallsituationen oder bei länger andauernder Erkrankung sind solche Mittel jedoch angebracht.» Um sich vor lästigen oder gefährlichen Mücken zu schützen, leistet das homöopathische Mittel Staphisagria D12, täglich einmal eingenommen, gute Dienste. Ätherische Citrusöle mit Mandelöl verdünnt und dann eingerieben, halten die Plagegeister ebenfalls auf Distanz. Allerdings eignen sich die Öle weniger für tropische Länder, die starke Hitze bekommt ihnen nicht.

Prävention beginnt vor der Reise

Grundsätzlich gilt für Fernreiseziele, sich gut mit Medikamenten einzudecken, weil in gewissen Ländern die Versorgung, etwa mit Antibiotika, oft mangelhaft ist. Doch Vorsicht: Vor der Reise abklären, welche Medikamente in welche Länder eingeführt werden dürfen. Für starke Allergiker ist es unerlässlich, die eigenen, vom Arzt verschriebenen Gegenmittel einzupacken. «Für sie ist es wichtig, vor und während der Reise den Darm zu pflegen, sonst ist die Gefahr, eine Allergie zu erleiden, noch grösser», so Petra Gerdesmeyer. Praktisch zum Mitnehmen ist das kleine Allergiker-Notfallset (siehe Bild), welches Erste-Hilfe-Medikamente enthält. Auch Patienten, die blutverdünnende Mittel einnehmen, sollen daran denken, ein Gegenmittel einzupacken.

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Die Prävention beginnt schon vor den Ferien. Reisenden, die von Flugangst geplagt sind, kann eine Bachblütenmischung Linderung verschaffen. Der Jet-Lag lässt sich mit Schüssler Salz Nr. 4 abschwächen. Die Apothekerin rät, nach einem Langstreckenflug nicht in den Tag zu schlafen, «sondern den Tag zu nehmen, wie er kommt». Damit passt man sich dem neuen Rhythmus schneller an. Thrombosengefährdete lassen sich vor dem Flug am besten eine Heparin-Spritze bei ihrem Hausarzt geben. Reisenden nach Nepal und Indien rät die Apothekerin, vorbeugend und während der Reise Fortakehl Tabletten einzunehmen, «ein Mittel, das die Gefahr, an Durchfall zu erkranken, mindert.»

Bitte finden Sie hier die beiden Checklisten – Reisecheckliste Komplementärmedizin
Reisecheckliste Schulmedizin.

 

 

Grundsätzlich gilt: Wer vor der Reise kränkelt, tut gut daran, rechtzeitig sein Immunsystem zu stärken, etwa mit Echinacea oder Schüssler-Salzen.

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