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Mobilität über den Wolken

Mobilität über den Wolken

Die Mobilität wächst stetig. Auch in der Luft. Morena Bronzetti, General Manager von Qatar Airways Schweiz erklärt, wie die Fluggesellschaft diesem Wachstum begegnet. Und warum Qatar Airways wirtschaftlich abhebt.

bonaLifestyle Morena Brozetti, Früher war Fliegen ein Traum, dann wurde es Luxus, und heute gehören Flugreisen zum Alltag. Die Mobilität wächst stetig. Wo investiert Qatar Airways am meisten – in den Ausbau des Streckennetzes oder in den Flottenausbau?

Morena Bronzetti: Sowohl als auch, würde ich sagen. Qatar Airways investiert also sowohl in den Ausbau des Streckennetzes als auch in die Erweiterung der Flotte. Das Streckennetz wird laufend erweitert. Mittlerweile fliegen wir mehr als 150 Destinationen weltweit an. Im Dezember ist beispielsweise Durban in Südafrika hinzugekommen, mit Sydney im März und Adelaide im Mai weiten wir die Verbindungen nach Australien deutlich aus. Damit unsere Flotte mit diesem Expansionskurs mithalten kann, erwerben wir laufend neue Flugzeuge. Im Moment umfasst unsere Flotte 176 Flugzeuge. Mehr als 300 Flugzeuge im Wert von rund 70 Milliarden Franken wurden bereits bestellt. Mit dieser beeindruckenden Performance können wir uns von den Mitbewerbern klar abheben.

 

Die globale Mittelschicht, die sich Flugreisen leisten kann, nimmt zu. Auch die Flugverbindungen werden optimiert. Nur eines sinkt: die Preise. Wie kann die Branche diesen Preisdruck verkraften?

Effizienz wird bei Qatar Airways gross geschrieben. Unsere moderne Flotte ist sehr umweltschonend unterwegs. Der B787 Dreamliner ab Zürich ist führend, was die Umweltfreundlichkeit betrifft. Er verbraucht 20 Prozent weniger Treibstoff, und auch die CO2-Emissionen konnten um 20 Prozent reduziert werden. Zudem können wir mit grösseren Flugzeugen pro Flug mehr Passagiere befördern. Wir verfügen zurzeit über sechs Modelle des grössten Passagierflugzeugs überhaupt: den Airbus A380. In einem A380 können bis zu 517 Fluggäste mitreisen. So können wir ein Qualitätsprodukt zu attraktiven Preisen anbieten.

 

Mit den günstigen Flugpreisen wurde Fliegen quasi demokratisiert und die Mobilität nachhaltig vorangetrieben. Waren die Billigairlines wie Ryanair und EasyJet wichtige Pioniere?

Konkurrenz ist gesund, und Billigairlines haben in der Flugbranche sicherlich für Bewegung gesorgt. Für Qatar Airways stehen die Kundinnen und Kunden und ihre Reiseerlebnisse im Zentrum aller unserer Aktivitäten. Das macht unser Slogan deutlich: «Going Places Together» – gemeinsam weit kommen. Schweizer Reisende schätzen unseren exzellenten Service an Bord, das schnelle Umsteigen am Hamad International Airport in Doha und den Vorteil, mit einer der modernsten Flotten unterwegs zu sein. Die Auszeichnung von Skytrax als «Best Airline 2015» beweist unsere hohen Standards. Service und Sicherheit sind entscheidend bei der Wahl der Fluggesellschaft.

 

Heute haben viele grosse Fluggesellschaften einen Low-Cost-Carrier im Portfolio. Ist dieses Szenario bei Qatar Airways denkbar?

Qatar Airways ist eine der am schnellsten wachsenden Airlines weltweit. Und das auch ohne einen Low-Cost-Carrier. Unsere Strategie geht offensichtlich auf, die gute Qualität unseres Produkts überzeugt, und auch bei den Flugpreisen können wir mithalten. Wir sind auf Erfolgskurs, und die Lancierung einer Günstiglinie ist nicht Teil unseres Wegs.

 

Qatar Airways ist bekannt für hohe Servicequalität und luxuriöse Ausstattung. Wird bei Ihnen Luxus auch in Zukunft gross geschrieben?

Qualität wird für Qatar Airways immer wichtig sein. Unser Motto ist nicht nur, zusammen weit zu kommen, sondern unseren Fluggästen die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten. Das Erlebnis unserer Kundinnen und Kunden steht im Zentrum all unserer Bemühungen. Ausschlaggebend ist die gute Betreuung in der Luft. Unser Bordpersonal ist speziell geschult, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Reisenden gerecht zu werden. Aber auch am Boden sind wir ganz auf das Wohl unserer Gäste bedacht. Am Hamad International Airport in Doha stehen den Reisenden erstklassige Lounges zur Verfügung, um den Transfer so bequem wie möglich zu gestalten.

 

Was ist den Fluggästen generell wichtiger: der Preis oder der Luxus?

Für Schweizer ist das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig. Geschätzt werden der Komfort an Bord und gute Verbindungen. Auch Zuverlässigkeit ist ein entscheidender Faktor. Gerade bei Geschäftsreisenden können wir damit punkten, dass wir auch in der Luft einen Arbeitsort bieten, der keine Wünsche offenlässt. Von unserem Internetzugang an Bord, der sogar 15 Minuten kostenlos zur Verfügung steht, sind alle Reisenden begeistert. Es wird immer wichtiger, auch in luftiger Höhe in Verbindung zu bleiben. Solche Extras sind für Schweizerinnen und Schweizer wichtig. Unsere Angebote sind auf ganz unterschiedliche Reisetypen und Bedürfnisse zugeschnitten.

 

Europäische und amerikanische Fluggesellschaften stehen unter Druck. Wie sehen Sie die Zukunft dieser Anbieter mit so starken Konkurrenten aus dem Mittleren Osten?

Dass das Fluggeschäft ein umkämpftes Business ist, steht ausser Frage. Das gilt für alle Fluggesellschaften. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir uns weiterentwickeln und unsere Produkte und unseren Service laufend verbessern. Das bringt Vorteile sowohl für das Fluggeschäft als auch für die Kundinnen und Kunden. Wir haben neue Standards gesetzt, was Innovation und Servicequalität anbelangt. Unsere Flugzeuge sind im Durchschnitt weniger als vier Jahre alt. Und natürlich müssen das Produkt an sich sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Wenn eine Fluggesellschaft diese Punkte beachtet, bleibt sie auch in Zukunft konkurrenzfähig.

 

Für die Performance einer Airline ist ja nicht nur das Mobilitätsaufkommen ein Faktor sondern auch der Ölpreis und die Währungssituation. Wie sehen Sie die Entwicklung?

Es gibt zahlreiche Faktoren, welche die Performance einer Fluggesellschaft beeinflussen. Dazu zählen sicherlich auch schwankende Ölpreise und die sich verändernden Währungskurse. Dies sind externe Faktoren, welche wir einplanen und denen wir uns laufend anpassen. Unseren Expansionskurs setzen wir ungeachtet dieser Schwankungen fort. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, unser Angebot kontinuierlich zu optimieren, um möglichst viele Geschäfts- und Ferienreisende davon zu überzeugen, dass Qatar Airways die richtige Wahl ist. Mit Erfolg, wie die beeindruckenden Wachstumszahlen der letzten Jahre zeigen.

 

Qatar Airways baut das Streckennetz in Indien stetig aus. Verzeichnet dieser Markt, global betrachtet, künftig eine der grössten Wachstumsraten?

Indien ist ein Zukunftsmarkt. Im Moment fliegen wir in Indien 15 Städte an, darunter Goa, Delhi und Mumbai. Die neuste Destination ist Nagpur, die seit Dezember zum Netzwerk von Qatar Airways gehört. Wir bauen das Streckennetz dort aus, wo für unsere Kunden Bedarf besteht. Dies ist in Indien der Fall. Potenzial sehen wir aber nicht nur in Indien, auch Australien steht für uns im Fokus. Zudem wird das Netz in den USA weiter ausgebaut. Bis Mitte 2016 werden neu Los Angeles, Boston und Atlanta in das Portfolio von Qatar Airways aufgenommen.

 

Wer dominiert bei Qatar Airways die Langstreckenmobilität? Geschäftsreisende oder Ferienpassagiere?

Wie bereits erwähnt, ist uns eine Mischung aus beidem wichtig, sowohl auf Kurz- als auch auf Langstrecken. Der B787 Dreamliner, der täglich ab Zürich nach Doha verkehrt, bietet eine hervorragende Business Class. Das zieht einerseits natürlich viele Geschäftsreisende an. Andererseits entscheiden sich auch viele Ferienpassagiere für Qatar Airways. Nicht nur, um in Doha Sonne zu tanken. Sondern auch, um über den Hamad International Airport bequem und ohne Stress auf Langstreckenflüge umzusteigen. Neben Australien sind auch Thailand, Bali, Vietnam, die Malediven, die Philippinen und Sri Lanka bei den Schweizer Reisenden sehr beliebt.

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