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Solothurner Filmtage – Home Edition

Solothurner Filmtage – Home Edition

Die 56. Ausgabe der Solothurner Filmtage wurde heute Abend mit «Atlas» von Niccolò Castelli eröffnet. Zum Auftakt der Home Edition wurde der italienischsprachige Spielfilm gleichzeitig auf SRF, RSI, RTS und auf der Website der Solothurner Filmtage ausgestrahlt. Anschliessend starteten auf der Filmplattform die Filme, Filmprogramme und OnlineFilmgespräche. Ehrengast der feierlichen Eröffnungszeremonie am Aareufer in Solothurn war Bundespräsident Guy Parmelin.

Bundespräsident Guy Parmelin zitierte in seiner Eröffnungsrede den französischen Schriftsteller Jean Joubert: «Kultur ist das unsichtbare Band, das die Dinge zusammenhält». In der Filmkunst werde dieses Band sichtbar. Auch wenn es derzeit nicht so scheine, so Parmelin weiter, gebe es doch ein Leben neben und nach der Pandemie: «Auf politischer, sozialer und ökonomischer Ebene müssen wir jetzt Weichen stellen, damit aus dieser sehr schweren Zeit etwas Gutes hervorgehen kann.»

 

«Das Schweizer Filmschaffen zeigt sich 2021 attraktiv, engagiert und kreativ, die Stoffe sind so brisant wie relevant», sagte Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage. Sie erinnerte mit Blick auf den Eröffnungsfilm daran, wie aktuell das Thema des kollektiven Traumas und des Zurückfindens ins Leben gerade heute sei und ergänzte: «Das Kino, die Kultur und direkte Begegnung fehlen uns allen sehr. Mit der Home Edition der Solothurner Filmtage schaffen wir einen Ort der Begegnung und setzen diesen Leerstellen ein lebendiges Filmfestival entgegen. Die ganze Schweiz ist eingeladen zum filmischen Rendez-vous. Projektion, Blick nach vorne und Film ab!»

Bis zum 27. Januar 2021 zeigen die 56. Solothurner Filmtage insgesamt 211 Filme aller Längen und Genres, darunter darunter 17 Langfilmdebüts und 32 Premieren aus allen Landesteilen. Gegen 100 Online-Veranstaltungen wie Filmgespräche und Podiumsdiskussionen begleiten das Filmprogramm. Auch die Nacht der Nominationen für den Schweizer Filmpreis 2021 und die Preisverleihungen der 56. Solothurner Filmtage wechseln ins Internet.

Die Theaterdirektorin Anne Bisang («Théâtre populaire romand»), der Regisseur Markus Imhoof («More than Honey») und die Schriftstellerin Meral Kureyshi («Fünf Jahreszeiten») bilden die Jury des «Prix de Soleure» 2021. In der ersten Jury des neuen Wettbewerbs «Opera Prima» nehmen die Regisseurin Anja Kofmel («Chris the Swiss»), Paolo Moretti (Leiter der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes, Direktor Cinémas du Grütli in Genf) und der französische Filmverleiher Patrick Sibourd Platz.

Das Spezialprogramm «Fokus» widmet sich mit einem Film- und Gesprächsprogramm der Lage der Filmkritik; die «Rencontre» zeigt eine Retrospektive zum Werk des Tessiner Regisseurs und Produzenten Villi Hermann. Das Spezialprogramm «Film.Pionierinnen 1971–1981» würdigt die Arbeit wegweisender Filmemacherinnen nach der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 und der «Prix d’honneur» ehrt den Kinobetreiber Frank Braun. Der filmische Schaffensprozess steht im Zentrum der neuen Sektion «Im Atelier».

Die 56. Solothurner Filmtage finden vom 20. bis 27. Januar 2021 als Home Edition statt. Die neue Website des Festivals dient als digitales Festivalzentrum.

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